Was ein Auftrag in Aachen verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Der Kern der Altstadt um Markt und Katschhof ist eng und kleinteilig; die mittelalterliche Stadtmauer umschloss einmal 175 Hektar, und diese Enge prägt die Wege bis heute. Viele Straßen und Plätze rund um den Pfalzbezirk sind Fußgängerzone oder verkehrsberuhigt, über die Adalbertstraße reicht die Zone bis zum Kaiserplatz. Wer zu Fuß arbeitet, kommt hier gut voran. Ein Fahrzeug ist im selben Bereich mehr Last als Hilfe.
Im Frankenberger Viertel steht die Bebauung von 1870 bis 1920 dicht an dicht, mit gefüllten Blockinnenräumen und wenig Grün: dort geht ein Beobachter unter. Am anderen Ende der Stadt liegt Kornelimünster mit Walheim, 37 Quadratkilometer bei gut 15.000 Einwohnern, also rund 423 Menschen je Quadratkilometer und ländlich geprägt. Ein fremdes Fahrzeug fällt dort auf, und zwar schnell.
Aachen liegt im Dreiländereck in einem nach Nordosten geöffneten Talkessel, zwischen 125 und 410 Metern Höhe, mit dem gut 1.500 Hektar großen Aachener Wald unmittelbar an der belgischen Grenze. Das Autobahnkreuz Aachen liegt etwa sechs Kilometer nordöstlich der Innenstadt und verbindet A4, A44 und die Stadtautobahn A544, wobei zwischen A544 und der A4 Richtung Niederlande keine direkte Verbindung besteht. Über den Grenzübergang Lichtenbusch geht es auf die belgische A3. Eine Zielperson kann hier binnen Minuten im Ausland sein. Unsere Detektive arbeiten deshalb je nach Schweregrad des Falls mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Was davon nötig ist, entscheidet der Fall. Es bleibt in dem Rahmen, der zielführend, diskret und verhältnismäßig ist.