Was ein Auftrag in Hannover verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Der Kröpcke ist der Mittelpunkt, und um die Georgstraße herum liegt eine Fußgängerzone aus rund fünfzehn Straßen, die als größte zusammenhängende in Deutschland gilt; ein Cityring umschließt das Ganze. Am Ring wechselt fast jede Zielperson das Verkehrsmittel: dort endet die Beobachtung vom Fahrzeug aus und die zu Fuß fängt an.
Die Unterschiede zwischen den Stadtteilen sind groß. Linden-Nord kommt auf rund 166 Einwohner je Hektar, Kirchrode auf knapp zwanzig, das ist ein Verhältnis von acht zu eins. In Linden geht ein Beobachter in der Menge unter, in Kirchrode steht er in einer ruhigen Anliegerstraße.
Leine und Ihme durchziehen die Stadt, dazu der Maschsee und die Eilenriede mit rund 650 Hektar Stadtwald. Auf der Straße führen A2 und A7 in alle vier Richtungen, dazu A37 und A352. Wichtiger für eine Beobachtung ist der Untergrund: die Stadtbahn hat neunzehn unterirdische Stationen in drei Tunnelstrecken, und am Kröpcke laufen alle drei zusammen. Wer dort hinuntergeht, ist für eine Beobachtung vom Fahrzeug aus verloren. Ein Privatdetektiv allein reicht dafür selten; je nach Schweregrad des Falls arbeiten wir mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Alles davon in dem Umfang, den der Zweck verlangt: zielführend, diskret und verhältnismäßig.