Was ein Auftrag in Duisburg verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Die Königstraße ist auf rund 600 Metern Fußgängerzone und läuft vom Hauptbahnhof bis zum Kuhtor. Sie bündelt den Einzelhandel, die Einkaufszentren und die Banken, und sie ist voll. Wer zu Fuß arbeitet, hat es hier leicht; wer ein Fahrzeug dabei hat, hat es schwer.
Hochfeld südwestlich der Altstadt zählt gut 18.000 Einwohner, Marxloh im Norden gut 22.000, dort stammt die Bebauung überwiegend aus den Jahren 1880 bis 1910, und nur neun Prozent der Fläche sind Wohnsiedlung, dagegen 46 Prozent Industrie und Gewerbe. Rahm im Süden ist das Gegenteil: locker bebaut, überwiegend Einfamilienhäuser, dörflich. Zwei Stadtteile, zwei völlig verschiedene Vorgehensweisen.
Der Hafen umfasst rund zehn Quadratkilometer mit 21 öffentlichen Becken und vierzig Kilometern Uferlänge, davon fünfzehn Kilometer Umschlagufer mit Gleisanschluss. Auf solchen Flächen gibt es keine Passanten, hinter denen man stehen kann; dort zählen Abstand und Optik. Auf der Straße bündeln wenige Punkte fast alles: über die Rheinbrücke Neuenkamp führt die A40 mit rund 100.000 Fahrzeugen am Tag, und am Kreuz Kaiserberg treffen A40 und A3 mit bis zu 130.000 Fahrzeugen aufeinander, seit Ende 2022 zusätzlich mit Umbauarbeiten. Unsere Detektive arbeiten deshalb je nach Schweregrad des Falls mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Was wir einsetzen, richtet sich nach dem Fall und bleibt zielführend, diskret und verhältnismäßig.