Was ein Auftrag in Nürnberg verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Die Altstadt liegt hinter einer Stadtmauer von rund fünf Kilometern Länge mit 71 erhaltenen Türmen und vier großen Tortürmen; der Graben ist im Mittel zwölf Meter tief. Für eine Beobachtung heißt das: es gibt wenige Ein- und Ausgänge, und wer sie kennt, braucht innen weniger Leute. Es heißt aber auch, dass die Gassen dahinter eng sind und ein Fahrzeug dort nur im Weg steht.
Gostenhof kommt auf rund 183 Einwohner je Hektar, St. Johannis auf 136, die Gesamtstadt liegt bei 28 und Erlenstegen bei knapp zwölf. Zwischen diesen beiden Enden liegt der ganze Unterschied zwischen unauffällig mitgehen und stundenlang warten, ohne aufzufallen.
Die Pegnitz durchquert das Stadtgebiet auf rund vierzehn Kilometern, im Norden und Südosten liegt der Reichswald mit etwa 25.000 Hektar. Drei große Autobahnkreuze umgeben die Stadt, jedes gut zehn Kilometer vom Zentrum entfernt: Nürnberg mit A3 und A9 bei rund 167.000 Fahrzeugen am Tag, Nürnberg-Süd mit A6 und A73 bei etwa 143.000, Fürth/Erlangen bei rund 160.000. Dazu kommt, dass Fürth, Erlangen und Schwabach unmittelbar anschließen und die U-Bahn bis nach Fürth fährt: eine Beobachtung endet hier selten an der Stadtgrenze. Unsere Detektei setzt deshalb je nach Schweregrad des Falls zwei oder drei Fahrzeuge ein, und wo eine Firmenadresse längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir von einer getarnten Basis aus.
Mehr, als zielführend, diskret und verhältnismäßig ist, setzen wir nicht ein.