Was ein Auftrag in Dortmund verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Die Innenstadt liegt hinter dem Wallring, und dahinter beginnt die Fußgängerzone um den Westenhellweg, in die Fahrzeuge nur zur Anlieferung dürfen. Praktisch heißt das: am Wall wechselt fast jede Zielperson das Verkehrsmittel. Dort endet die Beobachtung vom Fahrzeug aus und die Beobachtung zu Fuß fängt an. Wer diesen Übergang nicht vorbereitet hat, verliert ihn.
Zwischen den Stadtbezirken liegen Welten. Die Innenstadt-Nord ist das größte zusammenhängende Gründerzeitquartier Nordrhein-Westfalens, dicht bebaut und stark belebt; dort geht ein Beobachter in der Menge unter. In Hombruch und Aplerbeck im Süden stehen überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser, und ein fremdes Fahrzeug in einer Anliegerstraße fällt sofort auf.
Der Verkehr läuft über wenige große Knoten: A2 im Norden, A45 nach Süden, A40 und B1 quer durch die Stadt, A1 und A44 im Osten. Auf der Achse B1 und A40 stehen an Werktagen sehr hohe Verkehrsmengen, und ein Stau kostet eine Beobachtung schneller als jeder Fehler. Bei Werks- und Hafengeländen kommt hinzu, dass es dort keine Passanten gibt, hinter denen man stehen kann. Unsere Detektei setzt deshalb je nach Schweregrad des Falls zwei oder drei Fahrzeuge ein, und wo eine Firmenadresse längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir von einer getarnten Basis aus.
Wie viel Aufwand nötig ist, entscheidet der Fall. Mehr, als zielführend, diskret und verhältnismäßig ist, setzen wir nicht ein.