Was ein Auftrag in Bochum verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Kortumstraße und Huestraße bilden die Fußgängerzone, und gleich daneben liegt das Bermudadreieck mit rund sechzig gastronomischen Betrieben und im Sommer bis zu 30.000 Gästen am Tag. In dieser Menge fällt niemand auf, weder eine Zielperson noch der, der ihr folgt. Schwierig wird es beim Fahrzeug: abstellen lässt es sich dort kaum unauffällig.
Hamme grenzt nordwestlich direkt an die Innenstadt, ist von Altbauvierteln und Mehrfamilienhäusern geprägt und zählt gut 15.000 Einwohner. Stiepel im Süden ist mit zwölfeinhalb Quadratkilometern der größte Stadtteil, hat aber nur rund 11.000 Einwohner und viele Freiflächen an den Südhängen zum Ruhrtal. Solche Lagen brauchen mehr Vorbereitung und häufig einen Wechsel zwischen mehreren Positionen.
Zwischen dem höchsten Punkt der Stadt bei 196 Metern und der Ruhr bei etwa 70 Metern liegen auf kurzer Strecke deutliche Höhenunterschiede, und viele Hangstraßen sind nicht einsehbar. A40, A43 und A448 bilden einen Ring um die Stadt; am Autobahnkreuz Bochum, gut fünf Kilometer nordöstlich der Innenstadt, fahren täglich rund 164.000 Fahrzeuge. Dazu kommt der dreigeschossige U-Bahnhof unter dem Hauptbahnhof: wer dort hinuntergeht, ist für eine Beobachtung vom Fahrzeug aus verloren. Unsere Detektei setzt deshalb je nach Schweregrad des Falls zwei oder drei Fahrzeuge ein, und wo eine Firmenadresse längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir von einer getarnten Basis aus.
Mehr, als der Zweck verlangt, setzen wir nicht ein: zielführend, diskret und verhältnismäßig.