Was ein Auftrag in Solingen verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Die Hauptstraße in Solingen-Mitte ist seit 1969 Fußgängerzone und verbindet auf rund fünfhundert Metern Mühlenplatz und Entenpfuhl; der Durchgangsverkehr läuft daneben über die Bundesstraße. Der Kern liegt auf einem Höhenrücken bei etwa 225 Metern. Wer hier vom Fahrzeug aus arbeitet, muss die Zufahrten kennen, sonst steht er falsch.
Die Stadt hat fünf Bezirke, und sie sind sehr verschieden. Ohligs mit Aufderhöhe und Merscheid ist mit über 43.000 Einwohnern der größte, Gräfrath mit rund 18.000 der kleinste, und die Randlagen bestehen historisch aus Hofschaften und Einzelhöfen. In einer Hofschaft kennt man jedes Auto.
Zwischen 53 Metern in der Ohligser Heide und 276 Metern in Gräfrath liegt die ganze Stadt, die Wupper bildet auf rund sechsundzwanzig Kilometern die natürliche Stadtgrenze, und ungefähr ein Viertel der Fläche ist Wald. Erreichbar ist Solingen über A3, A46 und A1, Düsseldorf liegt rund 24, Köln rund 35 Kilometer entfernt. Eine Besonderheit ist der Obus: das größte Oberleitungsbus-System Deutschlands mit gut hundert Kilometern Netz. Unsere Detektive arbeiten deshalb je nach Schweregrad des Falls mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Wie viel davon nötig ist, entscheidet der Fall: zielführend, diskret und verhältnismäßig.