Was ein Auftrag in Essen verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Die Kettwiger Straße ist seit den späten fünfziger Jahren Fußgängerzone; ihr Hauptgeschäftsteil zieht sich rund 400 Meter vom Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof nordwärts. Am Bahnhof selbst zählt die Bahn rund 92.000 Reisende am Tag. Beides sind Orte, an denen eine Zielperson leicht verschwindet und ein Beobachter leicht mitgeht.
Zwischen Norden und Süden liegen Welten, und die A40 ist die Linie dazwischen. In Bredeney im Süden leben knapp 11.000 Menschen, 58 Prozent der Wohngebäude haben nur ein oder zwei Wohnungen; in Altenessen-Nord sind es gut 17.000 Menschen in dichter Bebauung. Im Süden fällt ein zweimal geparktes Fahrzeug auf, im Norden nicht.
Fast die Hälfte des Stadtgebietes ist Grünfläche, im Süden liegt der Baldeneysee mit rund vierzehn Kilometern ausgebauter Uferwege. Quer durch die Stadt läuft die A40 als Ruhrschnellweg, unter anderem durch einen gut tausend Meter langen Tunnel; zwischen Essen und Dortmund ist die Staudichte die höchste in Deutschland. Am Dreieck Essen-Ost treffen A40 und A52 mit rund 120.000 Fahrzeugen am Tag zusammen. Ein Stau kostet eine Beobachtung schneller als jeder Fehler. Unsere Detektei setzt deshalb je nach Schweregrad des Falls zwei oder drei Fahrzeuge ein, und wo eine Firmenadresse längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir von einer getarnten Basis aus.
Der Aufwand richtet sich nach dem Fall und bleibt in dem Rahmen, der zielführend, diskret und verhältnismäßig ist.