Was ein Auftrag in Bielefeld verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Rund um den Jahnplatz und in der Innenstadt stehen die Menschen dicht, die Wege sind kurz, und wer zu Fuß arbeitet, fällt dort nicht auf. Ein Fahrzeug abzustellen, ohne dass es auffällt, ist im selben Bereich schwierig. Dazu kommt, dass die vier Stadtbahnlinien die Innenstadt unterirdisch queren und unter dem Jahnplatz halten: wer dort hinuntergeht, ist für eine Beobachtung vom Fahrzeug aus verloren.
In den Wohnbezirken ist es umgekehrt. In Schildesche, Brackwede, Jöllenbeck oder Sennestadt sind die Straßen ruhig, und ein fremdes Fahrzeug, das zweimal an derselben Stelle steht, fällt der Nachbarschaft auf. Solche Lagen brauchen mehr Vorbereitung als die Innenstadt und häufig einen Wechsel zwischen mehreren Positionen.
Dazu kommt die Lage: der Teutoburger Wald zieht sich quer durch das Stadtgebiet und trennt die nördlichen Bezirke von Senne und Sennestadt, zwischen 71 und 320 Metern Höhe. Viele Straßen sind nicht einsehbar. Der Ostwestfalendamm nimmt den Verkehr quer durch die Stadt auf und führt auf die A33 nach Osnabrück und Paderborn, im Norden liegt die A2 in Richtung Hannover und Dortmund. Unsere Detektive arbeiten deshalb je nach Schweregrad des Falls mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Was wir dabei einsetzen, richtet sich nach dem Fall und bleibt in dem Rahmen, der zielführend, diskret und verhältnismäßig ist.