Was ein Auftrag in Stuttgart verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Die Königstraße ist auf 1,2 Kilometern Fußgängerzone, vom Hauptbahnhof bis zum Rotebühlplatz, geteilt durch den Schlossplatz; bei einer Zählung wurden dort fast 12.800 Passanten in der Stunde erfasst. Das ist die eine Hälfte der Stadt: dicht, belebt, gut zu Fuß zu bearbeiten.
Die andere Hälfte ist der Kessel. Die Kernstadt liegt bei rund 240 Metern, die Randhöhen bei über 460 und am Birkenkopf bei 511 Metern; dazwischen liegen über vierhundert öffentliche Stäffele mit zusammen rund zwanzig Kilometern Stufen. Über diese Treppen kommt man zu Fuß in Minuten dorthin, wofür ein Fahrzeug eine Viertelstunde braucht. Wer das nicht weiß, verliert die Zielperson am Hang.
Auf der Straße läuft alles über wenige Punkte. Am Autobahnkreuz Stuttgart treffen A8, A81 und A831 mit rund 227.000 Fahrzeugen am Tag zusammen, mit den entsprechenden Staus. Dazu die Stadtbahn mit 136 Kilometern und 210 Haltestellen, davon sechsundzwanzig ganz oder teilweise unterirdisch, und der Umbau des Hauptbahnhofs, der aus sechzehn oberirdischen Gleisen acht unterirdische macht. Unsere Detektei setzt je nach Schweregrad des Falls zwei oder drei Fahrzeuge ein, und wo eine Firmenadresse längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir von einer getarnten Basis aus.
Alles davon nur so weit, wie es zielführend, diskret und verhältnismäßig ist.