Was ein Auftrag in Wuppertal verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Wuppertal hat nicht ein Zentrum, sondern zwei: Elberfeld mit Fußgängerzone, City-Arkaden und Luisenviertel, und Barmen mit dem Werth als Einkaufsmeile. Die Stadt zieht sich als Band durch das Tal der Wupper. Wer sich auf ein Zentrum einstellt, sitzt im falschen.
Der Ölberg ist ein Gründerzeitquartier um 1900 mit drei- bis vierstöckigen Mehrfamilienhäusern und zahlreichen steilen Treppen hinunter zur Talachse. Das Briller Viertel oberhalb des Tals ist das größte zusammenhängende Villenviertel Deutschlands mit rund 250 denkmalgeschützten Häusern. Im einen geht man zu Fuß und unauffällig, im anderen wird jedes zweimal geparkte Fahrzeug zum Gesprächsthema.
Zwischen dem höchsten Punkt auf Lichtscheid mit gut 350 Metern und der Wupper bei knapp 101 Metern liegen rund 250 Höhenmeter, dazu fast 4.900 Hektar Wald. Viele Straßen sind nicht einsehbar, und wer eine Zielperson verliert, findet sie nicht in der nächsten Querstraße wieder. Am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord treffen A1, A43 und A46 mit rund 162.000 Fahrzeugen am Tag zusammen, und fünf Verbindungen laufen dort über eine ampelgeregelte Bundesstraße. Dazu die Schwebebahn: 13,3 Kilometer, zwanzig Bahnhöfe, rund 85.000 Fahrgäste am Tag, und ihr kann man mit dem Fahrzeug nicht folgen. Ein Privatdetektiv allein reicht dafür selten; je nach Schweregrad des Falls arbeiten wir mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Alles davon in dem Rahmen, der zielführend, diskret und verhältnismäßig ist.