Was ein Auftrag in Heidelberg verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Die Hauptstraße gilt mit rund 1,6 Kilometern als eine der längsten Fußgängerzonen Europas, und die Altstadt hat knapp 10.000 Einwohner bei etwa 1,6 Millionen Übernachtungen im Jahr. Das heißt: sehr viele Menschen, von denen die meisten fremd sind. Für eine Beobachtung ist das günstig, solange man zu Fuß bleibt; mit dem Fahrzeug kommt man in der Altstadt nicht weit.
Bergheim ist mit rund 56 Einwohnern je Hektar einer der dichtesten Stadtteile, ähnlich die Bahnstadt. Schlierbach kommt auf dreieinhalb, Ziegelhausen auf gut sechs, Handschuhsheim auf knapp zwölf. Dieselbe Aufgabe verlangt in Bergheim und in Schlierbach zwei völlig verschiedene Aufstellungen.
Zwischen dem Neckar bei 96 Metern und dem Königstuhl bei knapp 568 Metern liegen fast fünfhundert Höhenmeter, und die Alte Brücke ist für Fahrzeuge fast durchgehend gesperrt. Wer eine Zielperson über den Fluss verliert, verliert sie ganz. Auf der Straße führen die A5 von Norden und Süden und die A656 in Richtung Mannheim heran. Dazu die Universität mit rund 31.400 Studierenden und die Bahnstadt, ein 116 Hektar großes neues Viertel am Hauptbahnhof. Unsere Detektive arbeiten je nach Schweregrad des Falls mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Was davon zum Einsatz kommt, bleibt zielführend, diskret und verhältnismäßig.