Was ein Auftrag in Bonn verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Die Fußgängerzone besteht seit 1967 und läuft vom Bertha-von-Suttner-Platz über Markt, Remigiusplatz und Münsterplatz bis zum Bahnhofsvorplatz. Das Zentrum umfasst 85 Hektar, hat aber nur rund 5.000 Einwohner: tagsüber viel Publikum, abends leer. Eine Beobachtung, die um sechs noch unauffällig war, steht um zehn allein auf dem Platz.
Die Nordstadt ist gründerzeitlich dicht bebaut, überwiegend drei Geschosse, enge und verwinkelte Straßen, rund 16.000 Einwohner, seit 1990 vollständig unter Denkmalschutz. Der Venusberg ist das Gegenteil: rund 2.200 Einwohner auf vier Quadratkilometern, Siedlungen der fünfziger und sechziger Jahre und viele Villen. Dort fällt ein fremdes Fahrzeug der Nachbarschaft auf.
Das Venusberg-Plateau liegt bis zu 171 Meter hoch und damit rund sechzig Meter über der Innenstadt; östlich schließt hinter dem Rhein das Siebengebirge an. Über den Fluss führen drei Brücken, und über die nördliche läuft die A565 als Nordtangente. Am Autobahnkreuz Bonn-Nord fehlt die Verbindung von der A565 auf die A555 in Richtung Bonn: wer sie braucht, fährt einen Umweg, und wer das nicht weiß, verliert die Zielperson. Ein Privatdetektiv allein reicht dafür selten; je nach Schweregrad des Falls arbeiten wir mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Alles davon nur so weit, wie es zielführend, diskret und verhältnismäßig ist.