Was ein Auftrag in Ludwigshafen verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Kaum eine Stadt verändert ihre Wege gerade so stark. Die Hochstraße Süd wurde nach den Schäden von 2019 abgerissen und neu gebaut, die Hochstraße Nord wird durch eine ebenerdige Stadtstraße von rund 860 Metern ersetzt, deren Fertigstellung für 2031 vorgesehen ist. Wer eine Beobachtung nach einer alten Karte plant, steht vor einer Absperrung.
Der Hemshof ist gründerzeitliche Blockrandbebauung aus den Jahren 1870 bis 1910: gut 16.600 Einwohner auf anderthalb Quadratkilometern, also über 10.500 je Quadratkilometer. Oggersheim, der größte Stadtteil, ist weitläufiger und mit der Straßenbahn angebunden. Zwischen beiden liegt der Unterschied zwischen unauffällig warten und sofort auffallen.
Das prägende Gelände ist das BASF-Stammwerk: rund zehn Quadratkilometer, gut 38.000 Beschäftigte am Standort, etwa 125 Produktionsbetriebe, 106 Kilometer Werksstraßen, 230 Kilometer Gleise und täglich rund 1.900 Lastwagen. Das ist eine eigene Stadt mit eigenen Zufahrten, und eine Beobachtung endet dort regelmäßig am Werkstor. Über den Rhein führen die Konrad-Adenauer-Brücke und die Kurt-Schumacher-Brücke nach Mannheim, beide mit Straßenbahn; die A6 läuft durch das nördliche Stadtgebiet, die A61 im Westen, A65 und A650 beginnen hier. Unsere Detektive arbeiten je nach Schweregrad des Falls mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Alles davon in dem Umfang, den der Zweck verlangt: zielführend, diskret und verhältnismäßig.