Was ein Auftrag in Wesel verlangt, hängt vom Anliegen ab. Eine Adressermittlung führt über andere Wege als die Untersuchung eines Gerätes, und eine Beobachtung stellt wieder andere Anforderungen. Am Beispiel einer Beobachtung lässt sich zeigen, worauf es hier ankommt.
Wesel ist Kreisstadt mit rund 60.800 Einwohnern auf gut 122 Quadratkilometern; am Großen Markt stehen der Willibrordi-Dom und das historische Rathaus, dessen Fassade 2011 rekonstruiert wurde, und in der Zitadelle sitzen Archiv, Bibliothek und Museum. Der Kern ist klein, und in einer kleinen Innenstadt zählt der Wechsel mehr als die Nähe.
Von den fünf Stadtteilen ist Wesel selbst der städtische: gut 38.600 Einwohner auf 26 Quadratkilometern, also rund 1.480 je Quadratkilometer. Bislich am anderen Ende kommt auf etwa siebzig Einwohner je Quadratkilometer, und Büderich ist der einzige linksrheinische Stadtteil. Zwischen 1.480 und 70 liegt der ganze Unterschied zwischen Stadt und Dorf.
Die Lippe mündet hier in den Rhein, dazu kommt der Wesel-Datteln-Kanal; über 13 Prozent der Stadtfläche sind Wasser, und ringsum liegen Rheinauen unter Naturschutz. Über den Rhein führt die Niederrheinbrücke im Zuge der B58, eine Schrägseilbrücke von gut 772 Metern Länge mit einem einzelnen Pylon von rund 130 Metern. Eine Brücke heißt: entweder man ist rechtzeitig dahinter, oder die Beobachtung ist zu Ende. Duisburg und Oberhausen liegen etwa 25 Kilometer entfernt, die niederländische Grenze ebenfalls rund 25. Unsere Detektive arbeiten je nach Schweregrad des Falls mit zwei oder drei Fahrzeugen. Geht es um eine Firmenadresse, die längere Zeit beobachtet werden muss, arbeiten wir stattdessen von einer getarnten Basis aus.
Der Umfang richtet sich nach dem Fall und bleibt zielführend, diskret und verhältnismäßig.